13.02.2015

Salzverladung über Stadthafen Wesel: Optimierte Logistik stärkt Standort Borth

Das Werk Borth nutzt seit Jahresbeginn den Stadthafen Wesel für die Salzverladung auf Binnenschiffe. In das damit verbundene neue Logistikkonzept hat esco insgesamt rund acht Millionen Euro investiert. Gemeinsam mit den Projektpartnern, der Firma Hülskens sowie dem Stadthafen Wesel, ist die neue Umschlaganlage am 13. Februar 2015 offiziell in Betrieb genommen worden.


Das esco Werk Borth (oben), die Einweihung im Hafen Wesel am 13.02.2015 (2. Foto) und Salzumschlag im Hafen Wesel

Mit einem Anteil von rund einem Drittel der Gesamtproduktion ist der Schiffstransport auf dem Rhein für das Salzwerk Borth ein wichtiger Transportweg, der die Erreichbarkeit vieler Märkte sichert. Große Mengen loses Salz lassen sich auf diesem Wege sowohl wirtschaftlich, als auch umweltverträglich zu den Kunden im In- und Ausland transportieren. Mit dem neuen Konzept ist außerdem eine höhere Flexibilität bei schwankender Nachfrage gewährleistet.

Der bisher ab Werk notwendige Zwischentransport per Grubenanschlussbahn und die Entladung von Waggons sowie der Umschlag auf Schiffe mit Greifer im Hafen Momm gehört nun der Vergangenheit an.

"Um auch für die Zukunft eine effiziente und flexible Belieferung der Kunden im In- und Ausland zu gewährleisten und damit eine wichtige Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Standortes zu erfüllen, haben wir nach Wegen gesucht, sowohl die steigenden Anforderungen seitens der Kunden zu erfüllen, als auch die Wirtschaftlichkeit der Transportkette langfristig zu erhöhen", resümiert Stephan Gatz, Leiter Supply Chain bei esco.

Die Entscheidung für den Umzug des Binnenschiffumschlages in den Stadthafen Wesel fiel bereits Mitte 2013, nachdem es gelungen war, gemeinsam mit dem bisherigen Logistikpartner der Firma Hülskens und den Stadtwerken Wesel das neue Konzept zu entwickeln. Die Neuausrichtung des Stadthafens Wesel, aber auch der Bau einer neuen Umgehungsstraße und der Rheinbrücke waren eine wichtige Grundlage für die Neuausrichtung der Logistik. Inzwischen wird der Stadthafen Wesel durch die von den Stadtwerken und weiteren öffentlichen Trägern neu gegründete Gesellschaft DeltaPort betrieben.

"Im Rahmen des neuen Logistikkonzeptes war es erforderlich, im Werk Borth eine zusätzliche Lagerhalle zu errichten, in der vier verschiedene Produktqualitäten bevorratet werden können", erläutert Dirk Heinrich, der als Leiter Produktion und Technik über Tage das Projekt maßgeblich mitgestaltete. "Ferner haben wir zwei automatisierte Verladestraßen für abgeplante Kipper-LKW eingerichtet, die den Salztransport zum Hafen übernehmen", so Heinrich weiter. Im Stadthafen Wesel wird das Salz in einem eigens dafür errichteten Entladegebäude in einen Tiefbunker entleert und von dort über Förderbänder und Losebelader auf Binnenschiffe verladen. Besonderen Wert wurde bei der Konzeption auf einen geschlossenen Transportkreislauf gelegt, der aktuellen und künftigen Qualitäts- und Umweltaspekten Rechnung trägt.