22.01.2016

Salzbergwerk Bernburg: Bergversatz im Nordfeld geht in Betrieb

Das esco-Salzwerk Bernburg hat am 22. Januar 2016 vom Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) die bergrechtliche Erlaubnis für die Aufnahme des Versatzbetriebes im Nordfeld erhalten. In Zusammenarbeit mit dem Partner AUREC GmbH werden nun Abbaukammern, die in den Jahren 1984 bis 1998 für die Salzgewinnung aufgefahren worden sind, mit Versatzbaustoffen verfüllt, um langfristig Senkungen an der Tagesoberfläche im Bereich der Gemeinde Ilberstedt zu reduzieren. Das Projekt ist auf mindestens zehn Jahre angelegt.


In einem feierlichen Akt durchtrennten die Vertreter von esco, LAGB, K+S Entsorgung und AUREC am 22. Januar das Band vor der Abfahrt des ersten Lkw mit Versatzbaustoffen im Nordfeld.

Nach Abschluss der Versatzarbeiten im Ostfeld des Bergwerkes im Bereich des südöstlichen Stadtrandes von Bernburg werden nun die Arbeiten zur Stabilisierung besonders intensiv genutzter Abbaubereiche im Norden fortgesetzt. Die Anträge dazu waren Ende 2014 der Genehmigungsbehörde vorgelegt worden. Zwischenzeitlich hat das Salzwerk unter Tage die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, um den Versatzbetrieb übergangslos verlegen zu können.

Investition schafft Perspektive für 30 neue Arbeitsplätze

In das Projekt investieren esco und AUREC bis 2017 insgesamt rund 22 Millionen Euro. Während unter Tage der Ausbau einer vier Kilometer langen Verbindungsstrecke vom Schacht Gröna in das Nordfeld, die Erweiterung der Infrastruktur sowie die Anschaffung neuer Fahrzeuge erforderlich waren, erweitert AUREC über Tage die Annahme- und Verarbeitungskapazitäten für Bergbauversatzstoffe. Durch das Projekt entstehen mittelfristig 30 neue Dauerarbeitsplätze.

Das esco-Salzwerk Bernburg und AUREC arbeiten seit 1992 beim Bergversatz zusammen. AUREC stellt aus mineralischen Bestandteilen (Bodenaushub, Schotter, Gießerei- und Formsände usw.), Rückständen aus Verbrennungsanlagen (Schlacken und Filterstäube) sowie Schlämmen (zum Beispiel von Bohrungen oder aus Sandfängen) Versatzbaustoffe mit definierten bauphysikalischen Eigenschaften her. Diese werden von Bergleuten des Salzwerkes unter Tage in ehemalige Abbauhohlräume eingebaut. Dort stabilisieren sie das Pfeilersystem und reduzieren langfristig Senkungen an der Tagesoberfläche. Bisher wurden im Ostfeld des Bergwerkes rund drei Millionen Tonnen Versatzmaterial eingebaut. Diese Arbeiten, für die AUREC bisher eine jährliche Annahme- und Verarbeitungskapazität von 250.000 Tonnen genutzt hat, stehen jetzt kurz vor dem Abschluss. Die Kooperation wird innerhalb der K+S Gruppe durch die K+S Entsorgung GmbH koordiniert.

Über das Salzwerk Bernburg

Das Salzwerk Bernburg ist eines von drei deutschen Salzbergwerken der esco. Das Salzwerk nutzt die hochwertige Bernburger Salzlagerstätte sowohl für die bergmännische Gewinnung von Steinsalz, als auch für die Produktion von Sole für die Herstellung von Siedesalz und als Grundstoff für die chemische Industrie. Die Produktpalette des Werkes umfasst Speisesalze, Gewerbe- und Industriesalze sowie Auftausalz für den Winterdienst. Mit rund 440 Mitarbeitern ist das Salzwerk einer der größten Produktionsbetriebe im Salzlandkreis.

Mehr Informationen über das esco Werk Bernburg

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Ulrich Göbel
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Hinweis zum Pressefoto: (von links nach rechts) Erich Krug, Geschäftsführer esco – european salt company GmbH & Co. KG; Tanja Marie Fischoeder, Dezernentin im Bereich Unter-Tage-Bergbau des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Staßfurt; Matthias Plomer, Geschäftsführer K+S Entsorgung GmbH; Fred Köhler, Geschäftsführer AUREC