29.06.2017

Förderschacht wird saniert: Bernburger Wahrzeichen soll in neuem Glanz erstrahlen

Schon von weitem ist er sichtbar: der 80 Meter hohe weiße Turm mit der Aufschrift "Bernburger Salz" und dem Bergmannszeichen Schlägel und Eisen gehört zur Bernburger Silhouette wie der Turm des Schlosses über der Saale. Allerdings hat der Turm einen durchaus profanen Zweck: Er dient der Salzförderung des esco-Salzwerkes Bernburg, dessen wichtigste Verbindung in das ausgedehnte Bergwerk er ist. In Kürze wird das markante Gebäude hinter Bauplanen verschwinden.


Ist schon von weitem sichtbar: der Förderturm des esco Werks Bernburg

Denn das aus dem Jahr 1966 stammende Bauwerk ist in die Jahre gekommen und bedarf einer umfangreichen Sanierung der Fassade, die letztmalig im Sommer 1992 überarbeitet wurde. Dieses Mal werden die Arbeiten allerdings deutlich länger dauern, weil in verschiedenen Bereichen auch die Bewehrung der Stahlbetonfassade konserviert werden muss. Gemäß derzeitiger Planung hat die Einrüstung der Nordseite im Juni begonnen, gefolgt von der Ostseite.

Um den Geräuschpegel so gering wie möglich zu halten, werden die erforderlichen Strahlarbeiten ab Mitte Juli hinter einer Planeneinhausung stattfinden und sich werktags auf den Zeitraum 07:00-18:00 Uhr beschränken. Beide Seiten sollen vor Eintritt des Winters fertiggestellt werden.Im Frühjahr 2018 beginnen dann die Arbeiten an der Süd- und Westfassade, die nicht vor dem Herbst abgeschlossen werden.

Wie der "weiße Turm" anschließend in neuem Glanz die Bernburger und ihre Gäste grüßen wird, ist noch nicht endgültig entschieden. In jedem Fall hat aber der städtische Wirtschaftsdezernent Holger Dittrich schon eine klare Meinung: "Das bisherige Motto 'Bernburger Salz' mit dem traditionellen Zeichen der Bergleute ist eine sympathische Visitenkarte für die ganze Stadt. Es verbindet den natürlichen Reichtum mit bodenständiger Bergmannskunst und moderner Industrie - warum sollte das Bewährte geändert werden?"