Steinsalz-Lagerstätten
Die Lagerstätten, die wir heute für den Abbau unseres Steinsalzes nutzen, sind vor vielen Millionen Jahren entstanden und besonders rein. Wie diese Steinsalz-Lagerstätten entstanden sind, hat der Geologe Karl Ochsenius in seiner sogenannten "Barrentheorie" folgendermaßen erklärt:
Vor etwa 250 Millionen Jahren - in der sogenannten Zechsteinzeit - erstreckte sich ein ausgedehntes Meer von den Britischen Inseln bis nach Polen. Dieses Meer wurde vom Urozean durch Untiefen, auch Barren genannt, getrennt. Hebungen und Senkungen der Erdkruste trennten diese Randbereiche zeitweise vollständig vom Ozean oder führten zu Überflutungen mit frischem Meerwasser.
Damals herrschte in unseren Breiten ein trockenes und heißes Klima, und die starke Sonneneinstrahlung führte - ähnlich wie heute am Toten Meer - dazu, dass das Wasser schneller verdunstete, als es wieder zufließen konnte. Zurück blieb eine immer kleiner werdende Menge Meerwasser mit immer stärkerer Salzkonzentration, aus der die enthaltenen Minerale entsprechend ihrer Löslichkeit - Gips, Steinsalz, Kali- und Magnesiumsalze - auskristallisierten. Durch häufige Wiederholungen dieses Vorgangs entstanden über Jahrmillionen mächtige Salzlagerstätten, die es heute vielerorts in Europa in verschiedenen Tiefen und unterschiedlicher Reinheit gibt. esco nutzt nur besonders reine und ergiebige Vorkommen in Deutschland zur Herstellung ihrer hochwertigen Steinsalzprodukte.
Gewinnung von Steinsalz
Die bergmännische Gewinnung von Steinsalz hat in Europa eine siebentausendjährige Tradition.
Der erste Arbeitsschritt bei der Gewinnung von Steinsalz ist das Bohren der Löcher für die anschließende Sprengung. Das erledigen erfahrene Bergleute mit computergesteuerten Bohrwagen, die in wenigen Minuten bis zu 30 Meter lange Bohrlöcher herstellen. Nach dem Besetzen der Bohrlöcher mit Sprengstoff und Zünder und dem Auslösen der Sprengungen warten nach jeder Schicht je nach Beschaffenheit der Strecke oder Strosse bis zu 5.000 Tonnen Salz darauf, zur Weiterverarbeitung an die Tagesoberfläche gefördert zu werden.
Ladefahrzeuge mit einem Schaufelinhalt von bis zu 20 Tonnen nehmen das gelöste Salz auf und transportieren es zu Brecheranlagen. Hier wird es grob zerkleinert, über kilometerlange Bandanlagen zum Förderschacht und von dort an die Tagesoberfläche transportiert. Die weitere Verarbeitung besteht darin, das Salz auf die gewünschten Korngrößen aufzumahlen und zu sieben. Das von esco abgebaute Steinsalz ist bereits so hochwertig und rein, dass es nicht weiter gereinigt werden muss und auch direkt als Speisesalz verwendet werden kann.
Steinsalz mit seinen natürlich gewachsenen Kristallen und dem differenzierten Kornspektrum wird in zahlreichen gewerblichen Anwendungen eingesetzt.
